[heise] heise online: Google für das Leben
eugen at leitl.org
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Fri Jun 15 14:19:35 UTC 2007
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13.06.2007 11:12
Google für das Leben
Google[1] versucht, Studenten für eine "lebenslange Beziehung" zu
gewinnen. Um das zu erreichen, beginnt[2] der Konzern, seinen
E-Mail-Dienst Universitäten kostenlos anzubieten. Damit würden alle
Studenten den E-Mail-Dienst von Google während ihres Studiums benutzen
und könnten auch danach ihren E-Mail-Account mit derselben Adresse
weiterführen.
Das Trinity College Dublin[3] in Irland oder die Arizona State
University[4] in den USA lassen bereits Google ihre E-Mail-Server
betreiben. Das Trinity College Dublin steigt[5] mit seinen 15.000
Studenten seit März als erste europäische Universität auf Gmail um. Bis
Oktober 2007 soll das ganze System auf Gmail basieren. Die
E-Mail-Adressen enden weiterhin mit @tcd.ie, die Studenten können die
Adresse lebenslang führen, erhalten 2 Gigabyte Speicherplatz und die
üblichen mit Gmail verbundenen Dienste. Zudem werden die "Google Apps
for Education" angeboten, womit Studenten beispielsweise von allen
Computern auf ihre Online-Dateien zugreifen und auch gemeinsam an ihnen
arbeiten können. In Schweden wird die Linköpings Universität[6] mit
ihren 26.000 Studenten ebenfalls auf Gmail umstellen. Weitere
europäische Universitäten würden sich für das Angebot Googles
interessieren.
Google wurde wiederholt wegen des Umgangs mit den persönlichen Daten
seiner Kunden gerügt und hat gerade von der Bürgerrechtsorganisation
Privacy International auf einer Rangliste von 26 Unternehmen die
schlechteste Note für den Datenschutz erhalten[7]. Persönliche Daten,
die bei der Suche erhoben werden, speichert Google zwischen 18 und 24
Monate. Auf die Kritik der Datenschützer hat Google mittlerweile
zumindest teilweise reagiert[8].
Michael Nowlan, der Direktor der Abteilung für Computersysteme am
Trinity College Dublin, berichtet, dass man vor der Entscheidung über
Datenschutzprobleme und die Abgabe der Kontrolle über die
E-Mail-Systeme an Google diskutiert habe. Letztlich aber sei diese
Partnerschaft zum Vorteil der Universität, da man das E-Mail-System an
Google outsourcen könne, ohne dafür etwas zu zahlen. Besonders die
Möglichkeit, dass Studenten gemeinsam Zugriff zu Dokumenten auf dem
Internet haben, erscheint ihm attraktiv. Die Studenten würden sicher
neue Anwendungen für eigene Zwecke entdecken.
(fr[9]/Telepolis)
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[1] http://www.google.com/
[2] http://news.bbc.co.uk/1/hi/education/6741797.stm
[3] http://www.tcd.ie/
[4] http://www.asu.edu/
[5] http://www.tcd.ie/Communications/news.php?headerID=551&vs_date=2007-3-1
[6] http://www.liu.se/en/
[7] http://www.heise.de/newsticker/meldung/90901
[8] http://www.heise.de/newsticker/meldung/91023
[9] mailto:fr at tp.heise.de
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