[heise] heise online: Serienreife Mobilbrennstoffzelle für Microsoft
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Wed Apr 18 10:07:28 UTC 2007
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18.04.2007 12:01
Serienreife Mobilbrennstoffzelle für Microsoft
Das Startup-Unternehmen
Medis Technologies
[1] hat den Verkauf seines Brennstoffzellen-Pakets in größeren
Stückzahlen bekannt gegeben. Damit wäre das 24/7 genannte Gerät
weltweit die erste serienreife tragbare Mobilbrennstoffzelle. Einziger
Abnehmer ist derzeit Microsoft[2]. Die Produktionslinie für die
Massenfertigung stammt vom Schweizer Unternehmen Ismeca. Medis
Technologies plant darüber hinaus offenbar in Irland eine
Produktionsstätte, die pro Monat über 10.000 Stück ausstoßen soll.
Betrieben wird diese Produktionsanlage von Celestica.
Genauere Angaben bleibt Medis Technologies schuldig; und von Microsoft
ist von 24/7 nichts zu hören. Wofür Microsoft diese Brennstoffzelle
einsetzen will, bleibt demnach genauso im Unklaren wie der Grund für
den Erfolg von Medis Technoligies. Immerhin haben Großkonzerne wie
Matsushita, Sanyo, Toshiba und Sony schon seit Jahren einen
Fuel-Cell-Prototypen[3] nach dem anderen für mobile Anwendungen
vorgestellt, dabei die Serienfertigung immer wieder angekündigt – und
regelmäßig verschoben[4].
Etwas Licht ins Dunkel bringen frühere Aussagen von Medis Technologies,
nach denen das Unternehmen eine Einwegbrennstoffzelle entwickelt. Statt
Methanol oder Ethanol schluckt die Zelle einen geheimen Alkoholmix, der
Teil des handlichen 24/7-Pakets ist. Damit kann Medis Technologies auf
andere Zellenmaterialien für Elektroden und Membran setzen und nicht
unbedingt auf die von anderen favorisierten Direktmethanolzelle (DMFC)
mit Polymermembran. Mit dem Konzept der Einwegzelle, die nach Gebrauch
weggeworfen wird, muss sich das Unternehmen auch nicht mit dem leidigen
Thema einer genügend langen Lebensdauer rumschlagen. Das ist eines der
vielen Probleme auf dem Weg zu einer kleinen, handlichen
Brennstoffzelle.
Auf die wiederbefüllbare, handliche Brennstoffzelle als Ergänzung oder
Alternative zum Akku für Handy und Notebook muss man also weiterhin
warten. Die einzige mobile, wenn auch nicht unbedingt tragbare
Brennstoffzelle, stammt also nach wie vor vom deutschen Unternehmen
Smart Fuel Cell[5]: Dessen Efoy-Aggregate wiegen um die sieben
Kilogramm und eignen sich für den Einbau in Camping-Mobilen.
(jr[6]/c't)
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[2] http://www.microsoft.com
[3] http://www.heise.de/mobil/artikel/58609
[4] http://www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/68165
[5] http://www.efoy.de
[6] mailto:jr at ct.heise.de
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